Feuerwache 17

Banner der Ausstellung badengehen 2022

Ausstellung in der Alten Feuerwehr Stahndorf

vom 20. September bis 5. Oktober 2025

Anke Fountis | Sue Hayward | Beate Lein-Kunz | Susanne Ruoff | Salah Saouli | Katrin Schmidbauer | Frauke Schmidt-Teilig | Hartmut Sy

GastkünstlerInnen Grit Schuster | Ulrich Vogl | Cécile Wesolowski

 

Auch 2025 lädt die regionale Künstlergruppe dimension14 zu ihrem temporären Kunst-Ereignis südlich von Berlin ein, das alljährlich einen Ausnahme-Ort im Postleitzahlenbereich 14 ins Zentrum künstlerischer Auseinandersetzung rückt.

Die inzwischen 25. Ausstellung präsentiert sich unter dem Ausstellungstitel Feuerwache 17 in der Alten Feuerwehr in Stahnsdorf. Der historische Vierseitenhof am Dorfplatz in Stahnsdorf wurde bis Februar 2025 von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt.

Hier starten am 8. September 2025 die acht Mitglieder von dimension14 zusammen mit 3 Gästen ihr Kunstprojekt (Feuerwache 17). In einem Arbeitsprozess von zwei Wochen lassen sich die Künstler*innen vom Vierseitenhof und Aura des ehemaligen Freiwilligen Feuerwehrhauses inspirieren. Entstehen werden Kunstwerke in den Häusern und auf dem Gelände der Alten Feuerwehr.

 

Eröffnungsrede

Kunsthistorikerin Julia Kochanek – Eröffnungsrede zur Ausstellung „Feuerwache 17“ der Künstlergruppe dimension14 am 20. September 2025

Ich möchte mit einem Zitat beginnen, auf das ich bei meinen Recherchen gestoßen bin. Die Theoretikerin McKenzie Wark schreibt über die Künstler*innen Gruppe der Situationistischen Internationale:

„Die Situationist*innen suchten nicht die rationale Stadt, sondern die spielerische Stadt, nicht die Stadt der Arbeit, sondern die Stadt des Abenteuers. Nicht die Stadt, die die Natur erobert, sondern die Stadt, die sich dem Fluss des Universums öffnet.“

Und ich denke, was Wark hier für die situationistische Praxis festgestellt hat, kann man durchaus auf die Praxis des Künstler*innen Kollektivs dimension 14 übertragen. Denn dimension 14 arbeitet stets ortsbezogen, das heißt, auch das Kollektiv und die eingeladenen Gast-Künstler*innen arbeiten im und mit dem, vielleicht nicht Stadtraum, aber eben Raum. Die Künstler*innen besetzen für eine gewisse Zeit Orte, die nicht für Kunst geplant waren. Sie präsentieren ihre Arbeiten also nicht in einer Galerie, nicht in einem sterilen White Cube, und auch nicht in einem Museum, sondern sie besetzen stattdessen Leerräume und Zwischennutzungen, wie diese Feuerwache, und nähern so Kunst dem alltäglichen Leben an.

 

Vollständige Eröffnungsrede als PDF verfügbar: