Konzept

dimension14 – temporäre und orts-bezogene Kunst im Süden Berlins

 Unter dem Namen „ArtEvent“ organisierten einige Künstler der Gemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow erstmals im Jahr 2000 eine Gruppenausstellung im Gemeindezentrum Stahnsdorf, der 2001 eine weitere folgte. Doch schon 2002 wechselten sie den Ort und mit dem Titel „Labyrinth“ wurde erstmals ein Thema gesetzt. Aus der ursprünglichen Kunstausstellung, bei der eine sich jedes Jahr neu formierende Künstlergemeinde Arbeiten aus der jüngsten Schaffensperiode zeigte, ist inzwischen eine feste Gruppe geworden, die einmal im Jahr thematisch zusammenarbeitet.

 Hierzu wählt sie jedes Jahr eine vorrübergehend leer stehende Immobilie oder einen vergessenen Ort mit für die Region bedeutender Geschichte, um diesen Raum durch das Kunst-Ereignis wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. In einem Arbeitsprozess von knapp zwei Wochen lassen sich die Künstler vor Ort vom jeweiligen Thema und der Umgebung zu neuen Werken inspirieren, fusionieren die eigene Kunst – sei es Fotografie, Bildhauerei, Malerei, Multimedia oder Installation – mit vor Ort Vorgefundenem. Über die Auseinandersetzung mit Format, Material und Farbe nehmen sie Bezug auf die Geschichte des Ortes, entfremden Räumlichkeiten oder machen vergessene Räume bewusst erfahrbar. Abschließend laden die Künstler an drei Wochenenden dazu ein, die vor Ort entstandenen Werke in einer Ausstellung zu besichtigen, bevor das Gebäude oder Gelände wieder sich selbst überlassen wird.  

Aktuell besteht die Gruppe aus neun festen Mitgliedern, die sowohl in Brandenburg als auch Berlin leben und arbeiten. Zu den Projektwochen werden stets wechselnde Gastkünstler eingeladen. 2019 nahm die Gruppe den neuen Namen „dimension14“ an, der auf den gemeinsamen Postleitbereich der drei Gemeinden verweist; nach wie vor Austragungsort des ebenso überraschenden wie flüchtigen „Kunst-Ereignisses“.